Mittelalterhaus Nienover
 
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Aktuelles rund um das Haus

„Pulverrauch“ am Mittelalterhaus Nienover
Am Wochenende vom 13.05. bis zum 14.05.2017 belebte die Gruppe „Spätmittelalter im Norden“ das Mittelalterhaus in Nienover. Die Gruppe ist ein freier Zusammenschluss von verschiedenen Living-History-Darstellern und -Gruppen aus Norddeutschland. Gemeinsam ist allen der Fokus auf das städtische und bürgerliche Leben des 15. Jahrhunderts in dieser Region. Dies umfasst die Alltags- und Sachkultur genauso wie die Rekonstruktion von Handwerks- und Handarbeitstechniken.

Es wurde gezeigt, wie man damals lebte und schlief, wie man kochte und buk, wie man Kleidung und Schuhe anfertigte und wie man schrieb. Aber auch wie man die eigene Stadt verteidigte, nämlich mit der noch jungen Erfindung von Pulverwaffen und Büchsen. Der Anspruch der Gruppe an die Darstellung ist hoch; durch quellenbasierte Rekonstruktion sollte ein möglichst fundiertes Bild des Lebens am Ausgang des Mittelalters vermittelt werden.


Der Haushalt und die Menschen im Mittelalter mit Sorores Historiae

Am Mittelalterhaus Nienover wurde am Wochenende vom 29. April bis 1. Mai durch die Gruppe Sorores Historiae die Saison 2017 eröffnet. Das Mittelalterhaus mit seinen Belebungen geht damit in die 10. Saison und das Interesse von Gruppen und Besuchern ist weiterhin ungebrochen. Sorores Historiare besuchte erstmals das Haus und ist in den Alltag des Mittelalters eingetaucht:
„Wie hat man im Mittelalter eigentlich Wäsche gewaschen? Waren die Menschen nicht immer dreckig? Was hat man gegessen und wie wurde überhaupt gekocht? Stimmt es, dass man den Geschmack von vergammeltem Essen einfach mit Gewürzen übertüncht hat? Womit haben die Menschen ihr Geld verdient? Waren alle nur Bauern oder Ritter? Wer beziehungsweise wie viele Menschen lebten in einem Haushalt? Schliefen tatsächlich alle Menschen in einem Raum?
Diese und viele weitere Fragen werden wir bei der Belebung des Mittelalterhauses Nienover beantworten. Wir zeigen, wie die städtische, bürgerliche Mittelschicht gelebt hat, wie die Kleidung aussah und wie man sie herstellte, wie und was gekocht wurde, wie der Haushalt geführt und in Ordnung gehalten wurde. Dabei soll insbesondere der Unterschied zur armen Bevölkerung, aber auch zur adeligen Oberschicht abgegrenzt werden. Handwerk und Handarbeit die in Heimarbeit bzw. im Haus ausgeübt wurden spielen dabei genauso eine Rolle, wie die tagtägliche Hausarbeit. Der Besucher soll mit einbezogen werden, Dinge selber ausprobieren und Neues entdecken, Fragen sind ausdrücklich willkommen.“



Impressionen aus dem Haus

Bilder von Jens Wessel. Das Glas auf dem rechten bzw. unteren Bild ist eine neue Replik aus Grabungsfunden. Diese kann bei uns erworben werden.