Mittelalterhaus Nienover
 
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Archiv 2014

Furor Normannicus besucht als letzte Gruppe in 2014 das Mittelalterhaus
"Die Renaissance fing schon im 12. Jahrhundert an - mit dieser überraschenden These machte der Historiker Charles Haskins vor 90 Jahren Furore. Tatsächlich war die Zeit vom späten Elften bis zum frühen Dreizehnten Jahrhundert von Innovation, kulturellem Umbruch, sozialem Wandel und gesellschaftlicher Blüte geprägt. Doch was kam davon beim einfachen Menschen an? Wie lebten Bauern, Handwerker, Bäcker oder Kaufleute in dieser Epoche?" Die Gruppe Furor Normannicus entführte die Besucher  in diese aufregende Zeit und gab Antworten zu den unterschiedlichsten Fragen.

„Wîber rechen megede“ erstmalig im Mittelalterhaus
Dinkelbrot und Hirsebrei
Vom 16.08. bis 17.08. war die Gruppe „Wîber rechen megede“ aus der Nähe von Paderborn erstmalig im Mittelalterhaus. Die Gruppe hat sich im letzten Jahr neugegründet, die Mitglieder sind aber schon seit Jahren in anderen Gruppen aktiv und gut vernetzt.
An dem Wochenende im Mittelalterhaus wurde mit Dinkel, Hirse, Hafer nach überlieferten Rezepten gebacken und gekocht, was im Mittelalter die einfachen Leute satt gemacht hat -  auf traditionelle Art ohne moderne Hilfsmittel. So stand vor allem im Winter Getreide im Mittelpunkt, vom Dinkelbrot bis zum Hirsebrei. Dabei sind die Gerichte oft anders gewürzt, als man es heute kennt.
Mehr Informationen zur Gruppe gibt es unter http://wiber-rechen-megede.jimdo.com.

Die Geschichtswerkstatt gastierte an zwei Wochenenden in Nienover
Knochenschnitzen und Brettchenweben
An den Wochenenden vom 26. bis 27. Juli und vom 9. bis 10. August war die Geschichtswerkstatt wieder einmal zu Gast im Mittelalterhaus Nienover. Sie führte durch das Mittelalterhaus Nienover und bot interessierten Besuchern Einblicke in das Alltagsleben des Hochmittelalters. Die Darsteller übten in der für diese Zeit typischen, nach historischen Quellen gefertigten Kleidung, verschiedene Handwerke aus: Besucher konnten an diesem Wochenende Wissenswertes zu Knochenschnitzerei und Holzbearbeitung, Spinnen, Brettchenweben und Nadelbinden sowie dem Färben mit Pflanzen erfahren. Dazu wurde natürlich über dem offenen Feuer mit für die damalige Zeit typischen Lebensmitteln gekocht und der rekonstruierte Lehmbackofen angefeuert.

„In der ahte mîn“ am Mittelalterhaus Nienover
Landleben und Landarbeit  in der Zeit des 13. Jahrhunderts
Die Living History Gruppe "In der ahte mîn" (ausgesprochen: In der achte mein) hat das Wochenende vom 19. bis 20. Juli im Mittelalterhaus Nienover als Bauern und Handwerker im ausgehenden 13. Jahrhundert gelebt. Dabei wurde vom bäuerlichen Handwerksgerät, Flachs- und Wollbearbeitung, das Löffelschnitzen und die Lederverarbeitung präsentiert. Natürlich wurde nebenher auch noch der Alltag bestritten. Die Besucher konnten sich über Kochen, natürlich Brotbacken oder Mehl mahlen ein Bild machen.


Civitas Medievalis präseniert handwerkliches
Civitas Medievalis besuchten das Mittelalterhaus am Wochenende vom 5. und 6. Juli.
"Am Wochenende vom 5. bis 7. Juli haben wir, die AG Fussvolk und die Familie Gellhaus zusammen mit der Civitas medievalis das nach historischen Vorbildern konzipierte Mittelalterhaus in Nienover belebt. Am Samstag haben wir den Ofen der Bäckerei, die typisch für das Hochmittelalter ist, für die Zubereitung von Brot und Kuchen nach Originalrezepten genutzt. Die anwesende Kräuterpädagogin hat uns zahlreichen Informationen zum am Haus angelegten Kräuter- und Gemüsegarten gegeben. Aufgrund des schönen Wetters fanden sich viele Besucher ein. Eine eigens eingerichtete Besonderheit unseres Wochenendes war die Flickenschmiede. Im Hochmittelalter wurden von dieser Art Schmieden die nötigen alltäglichen Reparaturarbeiten durchgeführt, oder kleinere Schmiedearbeiten wie das Herstellen von einfachen Fiebeln mit wenig Aufwand durchgeführt. Zudem wurde die Flachsspinnerei insbesondere das Spinnen am Rocken gezeigt. Diese Informationen wurden vervollständigt durch die Ausstellung und Umsetzung textiler Techniken des 13. Jhdts. Die zahlreichen anwesenden Kinder rundeten genau wie das Kochen an der mittelalterlichen Feuerstelle das Bild für das interessierte Publikum und uns Darsteller ab."


„Kämpfen wie im 13. Jh.“ am Mittelalterhaus Nienover
Unter dem Motto  „Die wehrhafte Stadt“ zeigte die Gruppe Vuozvolc vom 20. bis 22. Juni 2014 Ausrüstung und Kampfweise städtischer Milizen des 13. Jahrhunderts.
Die städtische Infanterie bestand seinerzeit hauptsächlich aus wehrpflichtigen Bürgern, vor allem Handwerkern und Kaufleuten. Die meisten Mitglieder beherrschen deshalb neben dem Kämpfen auch ein „ehrbares“ historisches Handwerk, wie Spinnen, Nadelbinden und Nähen,  das in „Friedenszeiten“ gerne gezeigt wird.
Vor Ort wurde zudem nach historischen Rezepten zu Pasteten und Brot im Haus gekocht und gebacken.


Bericht Familia de Corbecki:
"Am 26. Und 27.04. belebte die Familia de Corbecki aus Korbach das Haus in Nienover.
Am Samstag nutzten wir den Backofen, um Brot und Kuchen zu backen. Unsere Kinder halfen beim Teigkneten und beim späteren Aufessen der Leckereien. Während im Ofen das Brot buk, wurde an der Feuerstelle Grieß- und Hirsebrei zubereitet.
Wir sind eigentlich eine Färberfamilie, und so funktionierten wir den Bäckerladen kurzerhand zum Ausstellungsraum für unsere gefärbte Wolle um.
Zu unseren Lieblingsthemen gehören Kinder und Familie im Mittelalter. Kein Wunder,  haben wir doch vier eigene Kinder,  die auch in Nienover wieder dabei waren. Deshalb hatten wir auch Spielzeug und Dinge des alltäglichen Gebrauchs zum Zeigen und Anfassen dabei.
Kinder konnten auch mal die Ausrüstung eines sogenannten Spießbuergers anlegen und mussten feststellen,  dass auch schon ein Gambeson recht schwer sein konnte. Wenn dann noch Eisenhut und Spieß dazu kamen....
Unterstützt wurden wir am Wochenende von der Familie Gellhaus.  Während ihres Aufenthaltes entstand ein neuer Schaft für das Holzbeil im Haus. Auch eine Holzschale wurde begonnen,  vielleicht wird sie bei unserem nächsten Besuch im Haus fertig gestellt. Stoff wurde zugeschnitten und zu einer Kotte vernäht.

War das Wetter am Samstag noch trocken und sonnig, zog  ein heftiges Gewitter in der Nacht über unsere Zelte hinweg. Der Sonntag war leider verregnet,  so das wir uns überwiegend im Haus aufhalten mussten.
Besucher kamen aber trotz des schlechten Wetters auch am Sonntag.  Die weiteste "Anreise"  hatten wohl die Besucher aus Australien!
Nachdem wir bereits letztes Jahr interessante Gespräche über den Indigo-Anbau im Virginia des 16. Jahrhunderts mit US-amerikanischen Besucher führen durften, wurde das diesmal zumindest in der Entfernung nochmal getoppt.
Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß in Nienover und glauben,  dass es auch unseren Gästen, die uns an den zwei Tagen besucht haben, gefallen hat.
Wir kommen gerne wieder!"

Bericht zur Osterbelebung
Die Schergen aus Bielefeld waren am Osterwochenende zu Gast. Ein Bericht ist als PDF hier zu lesen: Schergen zu Bielefeld in Nienover.