Mittelalterhaus Nienover
 
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Archiv 2017

IG 13tes hat die Saison beendet

Dabei präsentierte sie bei wünderschönstem Herbstwetter  das Mittelalter in der Hochzeit der Stadtwüstung Nienover. Neben dem Alltag des 13. Jh. informierte die Gruppe über das Wollhandwerk und die Kunst des Schmiedens.
Die Interessensgemeinschaft setzt sich aus Vertretern verschiedener Gruppen aus unterschiedlichen Regionen zusammen. Diese kommen bereits seit mehreren Jahren nach Nienover und präsentieren die unterschiedlichsten Handwerke und Fertigkeiten aus der Zeit, in der die Stadt Nienover existierte.


Vrîe Lût im Mittelalter des 13. Jahrhunderts
Am Wochenende, den 16. und 17. September 2017, zeigten die Gruppe "Vrîe Lût“ (Freie Leute), Christiane Chantre und Daniel Schumacher, mit Gästen zum Mittelalterhaus mittelalterliches Handwerk und Alltagsleben in der Zeit der mittelalterlichen Stadtwüstung Nienover.



Die mittelalterliche Living-History-Gruppe Geschichtswerkstatt präsentiert Alltagsleben und Handwerk
An dem Wochenende vom 19. bis 20. August war die Geschichtswerkstatt wieder einmal zu Gast im Mittelalterhaus Nienover. Gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins „Lebendige Burg e.V.“ von der Tannenburg wurden den interessierten Besuchern Einblicke in das Alltagsleben des Hochmittelalters gegeben. Die Darsteller schaffen in der für diese Zeit typischen, nach historischen Quellen gefertigten Kleidung, ein anschauliches Bild einer vergangenen Epoche. Wissenswertes zu der Verarbeitung von Wolle, dem Spinnen, Brettchenweben sowie dem Färben mit Pflanzen wurde präsentiert. Dazu wurde über dem offenen Feuer mit für die damalige Zeit typischen Lebensmitteln gekocht und der rekonstruierte Lehmbackofen angefeuert.



Hortus Ecclesiae - Mittelalterliches Stadtleben in Nienover
Die Gruppe Hortus-Ecclesiae war am Wochenende  vom 12.8. bis 14.8. erstmalig das Mittelalterhaus. Der Darstellungszeitraum der Interessensgemeinschaft liegt  in der zweiten Hälfte des 13.Jahrhunderts. Im Mittelpunkt unserer Darstellung steht dabei die Rekonstruktion von Kleidung und Alltagsgegenständen bis hin zu militärischer Ausrüstung der Menschen in dieser Zeit. Die Gruppe beschränkt sich auf  bäuerliche und bürgerliche Darstellungen in Ihrer zivilen, aber auch militärischen Ausführung.
Die Ausrüstung umfasst neben der größtenteils, von Hand vernähten Kleidung und den zugehörigen Accessoires, die wichtigsten Haushaltsgegenstände, wie z.B. Messer, Kochutensilien, Keramik, geböttcherte Gefäße usw., auch eine Auswahl von Waffen und Rüstungen, die sich vor allem auf die Ausstattung der Waffenknechte (Söldner bzw. gepresste Fußsoldaten der 2. Hälfte des 13.Jahrhunderts) beziehen.
Darüber hinaus wird nach Rezepten des Hochmittelalters z.B. das "Liber de Coquina" ca. 1300 in für die Zeit typischen Kochgefäßen (Grapen) gekocht. Ein Lager aus fünf bis sechs größtenteils aus Naturleinen hergestellte Zelte wird aufgebaut. Dabei handelt es sich um Zweimast bzw. Speichenradzelte die auf zeitgenössischen Darstellungen zu finden sind.
Einige Mitglieder der Gemeinschaft haben sich der „Historischen Fechtkunst“ verschrieben. Training und Seminaren auf Grundlage historischer Quellen des 13. - 17. Jahrhunderts bilden hier die Basis. Vorführungen mit dem Schwert, Messer, Schwert und Buckler, bis hin zum Rapier wurden vorgeführt und erklärt


Civitas Medievalis und IG Mitima präsentierten am 15. und 16. Juli das Alltagsleben im 13. Jahrhundert
Die Gruppen „Civitas Medievalis" und „Mitima" waren wieder einmal gemeinsam im Mittelalterhaus und präsentierten das Alltagsleben in einem mittelalterlichen Stadthaushalt des 13. Jahrhunderts. Neben dem Schnitzen von Löffeln und dem Kochen mehrgängiger Menüs standen Wollverarbeitung und Spinnerei sowie das Färben mit Pflanzen auf dem Programm. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Civitas Medievalis:  
www.civitas-medievalis.de





Thema des Wochenendes vom 18. Juni: „Vom Schaf zum Stoff“
Die Gruppe „Vuozvolc“ stellte in diesem Jahr das Textilhandwerk des 13. Jahrhunderts in den Vordergrund. Unter dem Motto  „Vom Schaf zum Stoff“ zeigte die Gruppe Vuozvolc die Entstehung eines Kleidungsstücks, wie es im 13 Jahrhundert getragen wurde. Die Vorbereitung der Rohwolle, die Garnspinnerei und das Färben mit Pflanzen wurde anschaulich dargestellt und erläutert. Der Medienkünstler Jens Wessel, der die Gruppen immer wieder vor Ort begleitet, hat einen Film darüber ins Netz gestellt.
Zu sehen ist auch das Kochen und Backen:





Am Himmelfahrtswochenende Belebung des Mittelalterhauses Nienover - IG13tes erneut in Nienover
Die IG 13tes präsentierte das Mittelalter in der Hochzeit der Stadtwüstung Nienover. Die Burg Nienover, die im 30jährigen Krieg zerstört wurde, gemeisam mit der umliegenden Stadt besaß im 12. und 13. Jh. seine größte Bedeutung, als sie Mittelpunkt einer Grafschaft und Residenz der Grafen von Dassel und Nienover war.
Die Interessensgemeinschaft setzt sich aus Vertretern verschiedener Gruppen aus unterschiedlichen Regionen zusammen und kommt bereits seit mehreren Jahren nach Nienover. Die Darstellung konzentriert sich auf den Alltag des 13. Jh. und dabei handwerklich auf die Herstellung von Alltagsgegenständen wie Löffel, Mollen, Daubenschalen, oder kleinere Lederarbeiten.
Weitere Informationen zur Gruppe gibt es unter: www.ig-13tes.de.



„Pulverrauch“ am Mittelalterhaus Nienover
Am Wochenende vom 13.05. bis zum 14.05.2017 belebte die Gruppe „Spätmittelalter im Norden“ das Mittelalterhaus in Nienover. Die Gruppe ist ein freier Zusammenschluss von verschiedenen Living-History-Darstellern und -Gruppen aus Norddeutschland. Gemeinsam ist allen der Fokus auf das städtische und bürgerliche Leben des 15. Jahrhunderts in dieser Region. Dies umfasst die Alltags- und Sachkultur genauso wie die Rekonstruktion von Handwerks- und Handarbeitstechniken.

Es wurde gezeigt, wie man damals lebte und schlief, wie man kochte und buk, wie man Kleidung und Schuhe anfertigte und wie man schrieb. Aber auch wie man die eigene Stadt verteidigte, nämlich mit der noch jungen Erfindung von Pulverwaffen und Büchsen. Der Anspruch der Gruppe an die Darstellung ist hoch; durch quellenbasierte Rekonstruktion sollte ein möglichst fundiertes Bild des Lebens am Ausgang des Mittelalters vermittelt werden.


Der Haushalt und die Menschen im Mittelalter mit Sorores Historiae

Am Mittelalterhaus Nienover wurde am Wochenende vom 29. April bis 1. Mai durch die Gruppe Sorores Historiae die Saison 2017 eröffnet. Das Mittelalterhaus mit seinen Belebungen geht damit in die 10. Saison und das Interesse von Gruppen und Besuchern ist weiterhin ungebrochen. Sorores Historiare besuchte erstmals das Haus und ist in den Alltag des Mittelalters eingetaucht:
„Wie hat man im Mittelalter eigentlich Wäsche gewaschen? Waren die Menschen nicht immer dreckig? Was hat man gegessen und wie wurde überhaupt gekocht? Stimmt es, dass man den Geschmack von vergammeltem Essen einfach mit Gewürzen übertüncht hat? Womit haben die Menschen ihr Geld verdient? Waren alle nur Bauern oder Ritter? Wer beziehungsweise wie viele Menschen lebten in einem Haushalt? Schliefen tatsächlich alle Menschen in einem Raum?
Diese und viele weitere Fragen werden wir bei der Belebung des Mittelalterhauses Nienover beantworten. Wir zeigen, wie die städtische, bürgerliche Mittelschicht gelebt hat, wie die Kleidung aussah und wie man sie herstellte, wie und was gekocht wurde, wie der Haushalt geführt und in Ordnung gehalten wurde. Dabei soll insbesondere der Unterschied zur armen Bevölkerung, aber auch zur adeligen Oberschicht abgegrenzt werden. Handwerk und Handarbeit die in Heimarbeit bzw. im Haus ausgeübt wurden spielen dabei genauso eine Rolle, wie die tagtägliche Hausarbeit. Der Besucher soll mit einbezogen werden, Dinge selber ausprobieren und Neues entdecken, Fragen sind ausdrücklich willkommen.“