Mittelalterhaus Nienover
 
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Eine Rekonstruktion an archäolgischer Stelle

Mit Nienover liegt im Landkreis Northeim ein mitteleuropäisch einmaliges Bodendenkmal vor, die weitgehend nicht überbauten Hinterlassenschaften einer Stadt, die nur ca. 3 Generationen bestand hatte und im Rahmen eines langjährigen Forschungsprojektes archäologisch untersucht werden konnte. Der Landkreis erkannte früh die Möglichkeit, hier allen Interessierten Geschichte näher bringen zu können. Was folgte, war ein wahrlich ungewöhnliches Projekt, die Rekonstruktion eines Stadthauses um 1230 auf den Fundamenten eines archäologischen Befundes.


Ein kleiner, virtueller Rundgang, erstellt in 2006 :
http://www.youtube.com/watch?v=d8KFm2cVHMY&feature=related


Teil eines Grabungsplans:
Die Nummer 10 kennzeichnet die Parzelle, auf der die Hausrekonstruktion steht.
  • Brunnen (wurde wieder aufgemauert)
  • Backofenfundament (heute ein Lehmbackofen in dem gebacken wird)
  • Kloake des Hauses (heute nicht benutzt, aber gekennzeichnet)
  • Kellerfundament (wurde wieder aufgemauert)
  • Feuerstelle (heute wieder als solche und als Kochstelle benutzt)
  • Parzellengrenze (heute durch einen Weidenzaun gekennzeichnet)
  • Parzellengrenze (heute außerhalb des Grundstückes)
(Zeichnung aus: Sonja König, Die Stadtwüstung Nienover im Solling, Materialhefte zur Ur- u. Frühgeschichte, 2009, Band 39)

Ein Bauhistoriker, Dr. Hubertus Michels, wurde zurate gezogen und Handwerker, die noch historisch arbeiten können, wurden angeworben  So entstand das Haus in seiner heutigen Form. Ziel dieses Hauses war und ist es, kein Museum zu errichten, sondern einen Ort zu schaffen, an dem Geschichte erlebbar ist, das Leben im 13. Jahrhundert.





Das Ergebnis ist die Rekonstruktion eines Hauses um 1230 an authentischer Stelle, unglaublich schön gelegen im Solling, umgeben von Wiesen, auf denen die Pferdeherden des benachbarten Schloßgestütes weiden und mit einem weiten Blick in das Reiherbachtal. Ca. 5 Minuten Fußweg vom Haus entfernt, liegt der romantische Carolinenteich und gleich anbei ist das Hutewaldprojekt. Dabei handelt es sich um Exmoorponies und Heckrinder, die ähnlich wie ihre Vorfahren, das Wildpferd und der Auerochse, sowohl auf der freien Wiese, als auch im Wald weiden.